Deckeldose Dagobert Peche zug. Wiener Werkstätte um 1915

SKU 379

Deckeldose Dagobert Peche zug. Wiener Werkstätte Silber, innen vergoldet, getrieben, um 1915 am Boden markiert

  • Höhe: 6cm
  • Länge: 7.5cm
  • Breite: 7.5cm
  • Datierung: 1915 bis 1916
    Technik: Silber, getrieben und innen vergoldet/ silver, beaten and gilded
    Expertise:

    Am Boden markiert: „WW“, Rosenmarke, „Wiener/Werk/Stätte“, Silberfeingehaltspunze Dianakopf, 900 und Beschauzeichen Amtsbuchstabe A für Wien
    Am Deckel markiert: Silberfeingehaltspunze Dianakopf, „WW“ und Beschauzeichen Amtsbuchstabe A für Wien

    7.500,00 inkl. MwSt.
    SKU 379
    Beschreibung

    Die frühen Entwürfe der Wiener Werkstätte charakterisieren sich durch die strenge Linie des geometrischen Wiener Jugendstils. Ab dem Jahr 1907, nach dem Abgang Koloman Mosers aus der Produktionsgenossenschaft, zeichnete sich eine Tendenz zu verspielten Dekorationen sowie eine Vorliebe für die Blattornamentik ab. Dieser Richtungswechsel erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 1915 mit der Berufung Dagobert Peches als künstlerischen Mitarbeiter. Josef Hoffmann bezeichnete ihn als „das größte Ornamentgenie, das Oesterreich seit dem Barocke besessen hat“*.
    Die Silberdose stammt aus der kurzen Zeit von 1915 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1923; in dieser Zeit war Peche für die Wiener Werkstätte tätig. Der kannelierte Korpus zeugt vom künstlerischen Dialog und wechselseitigen Einfluss zwischen Hoffmann und Peche, die diese Form der Wandung bei ihren Metallentwürfen gerne verwendeten. Peche versah die einzelnen Wölbungen mit einer dezenten Ornamentik, indem er sie abwechselnd mit Palmetten und Wellen schmückte; ein Motiv, das sich auch im Knauf fortsetzt. Ein feines Perlband umfasst den Rand des Deckels sowie die Bodenplatte und gliedert so gekonnt den Korpus. Die Vergoldung im Inneren betont die fein ziselierten Ornamente und verleiht der Deckeldose einen besonders kostbaren Charakter. _
    *Berta Zuckerkandl „Erinnerungen an Dagobert Peche“

    Künstler

    Dagobert Peche (St. Michael im Lungau 1887 – 1923 Wien) war ein vielseitiger Künstler, dessen Name hauptsächlich mit der ornamentalen Phase der Wiener Werkstätte ab dem Jahr 1915 in Verbindung gebracht wird.

    Peche wurde 1887 in St. Michael im Lungau geboren und studierte von 1906 bis 1911 in Wien an der Technischen Universität und an der Akademie der Bildenden Künste. Als wichtiger Mentor erwies sich in Folge der Herausgeber Alexander Koch, der sehr früh Peches Begabung als Ornamentiker erkannte und ihm Veröffentlichungen in seiner Zeitschrift „Kunst und Dekoration“ ermöglichte.

    Peche hatte schon seit 1911 für die Wiener Werkstätte gearbeitet und textile Entwürfe beigesteuert. 1915 wurde er von Josef Hoffmann offiziell zur künstlerischen Mitarbeit in der WW herangezogen. Dort wurde er dank seiner unerschöpflichen Fantasie zu einem der wichtigsten Impulsgeber für alle Bereiche des Kunsthandwerks. Viele Arbeiten der Wiener Werkstätte wären ohne seinen Einfluss wohl nicht denkbar. 1917 bis 1919 leitete er die Züricher Filiale der Wiener Werkstätte und kehrte 1920 nach der Schließung derselben in die Unternehmenszentrale nach Wien zurück.

    Peche lieferte Entwürfe für Tapeten sowie Stoffdesign und gestaltete Objekte in allen Sparten der Wiener Werkstätte, ob Möbel, Goldschmiedekunst, Elfenbeinschnitzerei, Spiegelrahmen oder Metallwaren. Ein Merkmal Peches ist der verspielte ornamentale Reichtum, der die jeweiligen Objekte ihres Zwecks zu entheben scheint. Entgegen der strengen Linienführung von J. Hoffmann und K. Moser in den Anfängen der Wiener Werkstätte, zeichnet sich die zweite Dekade unter dem Einfluss Peches durch verspielt-fantasievolle und florale Ornamentik aus.

    Das Design-Genie Dagobert Peche starb 1923, kaum 36-jährig, in Wien.

    Anfrage
    Deckeldose Dagobert Peche zug. Wiener Werkstätte um 1915
    7.500,00

    Mit dem Versenden des Anfrageformulars akzeptieren Sie die Verwendung Ihrer Daten für diese Anfrage. Datenschutzrichtlinien

    Stammgalerie
    Plankengasse 7,
    1010 Wien
    Öffnungszeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Kontakt

    Telefon: +43 1 513 32 69
    Fax: +43 1 512 70 67
    E-Mail: info@kunsthammer.at

    K&L Showroom
    Dorotheergasse 13,
    1010 Wien
    Öffnungszeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 11:00 – 16:00

    Kontakt

    Telefon: +43 660 50 54 906
    Fax: +43 1 512 70 67
    E-Mail: info@kunsthammer.at

    Danke für Ihre Anfrage!

    Wir bearbeiten Ihr Anliegen
    so schnell es uns möglich ist.

    Aktuelle Zeit vor Ort:
    Donnerstag, 14:22 Uhr
    Bürozeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Besuchen Sie auch unsere Austellungen

    Social Media

    Danke für die Anmeldung bei unserem Newsletter!

    Social Media

    Immer aktuell mit dem
    Kunsthammer Newsletter

    Unsere nächsten Termine

    Social Media