Exglas Wiener Werkstätte, Mathilde Flögl, ca, 1915

SKU 291

Exglas der WW, Mathilde Flögl (Dekor) Josef Hoffmann (Form) Johann Oertel & Co.(Produktion), signiert WW, MF, um 1919, Lit.: Yearning for Beauty: S. 301

  • Höhe: 25.5cm
  • Breite: 7.5cm
  • Datierung: 1914 bis 1917
    Epoche: Jugendstil
    Expertise:

    Lit.: Archiv der Wiener Werkstätte, Museum für angewandte Kunst Wien, Originalfoto Nr. WWF-90-81-5

    3.800,00 inkl. MwSt.
    SKU 291
    Beschreibung

    Nach 1910 begann sich in Wien ein dekorativer Stil zu entwickeln, der sein Hauptaugenmerk auf das Zusammenspiel von Farben und Formen legte. Den Höhepunkt erreichte dieser Stil im ersten Weltkrieg und war stark von den Arbeiten von Dagobert Peche inspiriert. Ein Exglas war ein Trinkbehältnis, das nicht abgestellt werden konnte, d.h. der Inhalt musste also auf jeden Fall ausgetrunken werden. Üblicherweise wurde sowohl Braut als auch Bräutigam vor der Hochzeit ein alkoholisches Getränk gereicht, um die Nervosität zu bekämpfen.
    In Anspielung an diese Begebenheit ist hier ein maskierter Brautwerber mit Blumenstrauß gegenüber einer Dame in Kleid und Fächer dargestellt. Es ist am oberen Ende mit “WW” signiert und die Untertasse weist ebenso einen Stempel auf.

    Künstler

    Mathilde Flögl (Mähren 1893 – 1958 Salzburg) war eine vielseitige Designerin der Wiener Werkstätte (WW) und eine der bekannteren Künstlerinnen dieser wichtigen Institution.
    1893 in Mähren geboren, absolvierte sie zunächst eine Lehre für Weberei. Von 1909 bis 1916 besuchte sie die Kunstgewerbeschule in Wien unter Josef Hoffmann, Alfred Roller u.a. 1916, im Gründungsjahr der Künstlerwerkstätten in der Wiener Werkstätte, wurde sie von J. Hoffmann als Mitarbeiterin engagiert. Diese Künstlerwerkstätten wurden von J. Hoffmann und D. Peche ins Leben gerufen und ermöglichten es weiblichen Kunstschaffenden, dort künstlerisch zu experimentieren und frei zu arbeiten.

    Flögl war bis 1931 für die WW tätig und lieferte als vielseitige Künstlerin Entwürfe für praktisch alle Bereiche der WW: von Keramik, Leder und Glasdekore bis zu Stoffdesign, Mode und Tapeten. Als Beispiel für die fächerübergreifende Zusammenarbeit in den Werkstätten der WW sei an dieser Stelle ein Entwurf Flögls für eine Keramik-Reiterfigurine angeführt, der dann von ihrer Kolllegin Vally Wieselthier ausgeführt wurde.

    Von 1931 bis 1935 hatte Mathilde Flögl ein eigenes Atelier mit den Schwerpunkten Mode und Innenarchitektur. Sie war Mitglied des Österreichischen Werkbundes und der Wiener Frauenkunst.

    Ihre Arbeiten befinden sich als Beispiel emanzipierter künstlerischer Tätigkeit in den Sammlungen wichtiger Museen, so z.B. im Museum für Angewandte Kunst MAK in Wien, dem Costume Institute in Kyoto oder der Smithsonian Institution in Washington D.C.

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    Exglas Wiener Werkstätte, Mathilde Flögl, ca, 1915
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