Frauenkopf Gudrun Baudisch Wiener Werkstätte um 1928

SKU 410

Expressiver Frauenkopf, Gudrun Baudisch, Wiener Werkstätte, um 1928, markiert

  • Höhe: 25cm
  • Länge: 14cm
  • Breite: 10cm
  • Datierung: 1928
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Roter Scherben, mehrfarbig glasiert

    Markiert mit “WW” für Wiener Werkstätte, “MADE IN/AUSTRIA”, Künstlermonogramm „GB“ für Gudrun Baudisch, Mod.Nr. 407/ 3, originale Verkaufsetiketten vorhanden
    Lit.: Zeitgenössisches Foto im Archiv der Wiener Werkstätte in der Sammlug des MAK, Inv.Nr. WWF 110-42-5;
    zeitgenössisches Foto von Gudrun Baudisch beim Entwerfen des Kopfes in Megan Brandow-Faller, “The Female Secession”, The Pennsylvania University Press, University Park, Pennsylvania 2020, S.4

    17.500,00 inkl. MwSt.
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    Beschreibung

    Gudrun Baudisch (1907-1982) war eine jener innovativen Künstlerinnen, die die Keramikarbeiten der Wiener Werkstätte maßgeblich prägten. Im Jahr 1926 wurde sie bereits als Neunzehnjährige in die Keramikabteilung unter der Leitung von Vally Wieselthier aufgenommen und zählte schon bald zu den wichtigsten jungen Künstlerinnen. Drei Jahre lang war sie für die Wiener Werkstätte tätig, bevor sie 1930 ihre eigene Keramikwerkstätte in Wien eröffnete.
    Gefördert und auch beeinflusst von ihrer Mentorin Vally Wieselthier stehen die Arbeiten Baudisch´s für die „Expressive Keramik“ der Wiener Werkstätte. Diese künstlerische Pionierarbeit lässt sich gut am Beispiel des Frauenkopfes veranschaulichen.
    Baudisch gestaltet die markante Skulptur als Abbild der emanzipierten Frau der 1920er Jahre. Mit reduzierten stilistischen Mitteln verpasst sie der mondänen Dame den damals modernen Look mit Kurzhaarschnitt. Selbstbewusst blickt sie uns mit hochgezogenen Augenbrauen und verführerischem Blick an.
    Damit stattet Baudisch den Frauenkopf mit der Aura selbstbestimmter Unnahbarkeit aus und schafft stilistisch überzeugend den Übergang vom Jugendstil zum Art Déco.

    Künstler

    Gudrun Baudisch (Pöls 1907 – 1982 Salzburg) gilt als eine der bedeutendsten österreichischen Keramikerinnen des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1926 wurde sie bereits als Neunzehnjährige in die Keramikabteilung der Wiener Werkstätte unter der Leitung von Vally Wieselthier aufgenommen. Diese Keramikwerkstätte war äußerst progressiv. Es war ein Raum für freies Experimentieren und künstlerische Entfaltung. Nicht nur die Kunst wurde dort gefördert, sondern auch die Rolle der Frau im Kunsthandwerk.

    In diesem fortschrittlichen Umfeld hat Gudrun Baudisch bereits sehr jung mit dem Entwerfen von expressiven Keramikobjekten angefangen. Man erkennt in ihren Arbeiten eine klare Weiterführung der Formensprache und Farbpalette ihrer Mentorin Vally Wieselthier. Mit ihren Frauenköpfen setzt sich Baudisch mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung der weiblichen Schönheit und ihrer Darstellung in der Kunst auseinander. “Baudischs Köpfe […] veranschaulichen, wie sie Wieselthiers manieristische Tendenzen mit übertriebener Dehnung auf die Spitze trieb; ein träger, leerer Gesichtsausdruck; abstrakte Oberfläche und dreidimensionaler Dekor; eine schroffe, abrupte Plastizität, die dem Kopf eine eindeutige Maskenhaftigkeit verlieh”, so Megan Brandow-Faller in ihrem Werk “The Female Secession – Art and the Decorative at the Viennese Women’s Academy”*.

    Baudisch schuf nicht nur dekorative Objekte, sondern auch Gebrauchsobjekte; kleine Kunstwerke des Alltags, ganz im Sinne der britischen Arts and Crafts Bewegung, die wegbereitende Impulse für den Kunsthandwerk des frühen 20. Jahrhunderts in Österreich geliefert hat.

    Als Baudisch die Wiener Werkstätte verließ, gründete sie 1930 eine eigene Keramikwerkstätte in Wien. 1935 arbeitete sie am österreichischen Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel mit. Nach dem zweiten Weltkrieg eröffnete sie in Hallstatt eine eigene Töpferwerkstätte unter dem Namen „Keramik Hallstatt”.

    * Megan Brandow-Faller, “The Female Secession – Art and the Decorative at the Viennese Women’s Academy”, The Pennsylvania State University Press, University Park Pennsylvania 2020, S.153

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