Große Vase Loetz, Leopold Bauer zug., um 1913

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Große Vase Loetz, Entwurf Leopold Bauer, Dekor Ausfürung 146, um 1913

  • Höhe: 23cm
  • Breite: 27cm
  • Datierung: 1913 bis 1915
    Epoche: Jugendstil
    Expertise:

    Glas, mundgeblasen, irisierend und überfangen; Dekor Ausführung 146, grün mit Markart

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    Beschreibung

    Die Zusammenarbeit von Leopold Bauer und der Glashütte Johann Loetz Witwe Klostermühle begann kurz vor 1902 und entwickelte sich 1906 zu einem großen Erfolg für beide. Die Firma Johann Loetz Witwe Klostermühle stellte auf der Weltausstellung in Mailand im Jahr 1906 Gläser nach Entwürfen von Leopold Bauer aus und wurde mit dem Grand Prix, der damals weltweit bedeutendsten Auszeichnung für Kunstgewerbe, ausgezeichnet.
    Die Ausführung 146 wurde in verschiedenen Varianten erzeugt, unter anderem in Markart (rot), grün, blau, rosa und schwarz. Das Erscheinungsbild dieses Dekors dürfte die persönliche Präferenz von Leopold Bauer getroffen haben, da einige seiner Entwürfe in dieser Variante ausgeführt wurden. Dieser Dekor weist auch eine große Ähnlichkeit mit anderen Dekorentwürfen, die Leopold Bauer für seine Entwürfe verwendete, auf.

    Künstler

    Leopold Bauer (Jägerndorf/österreichisch-Schlesien 1872 – 1938 Wien) war ein bedeutender österreichischer Architekt, Designer und Architektur-Theoretiker. Im österreichisch-schlesischen Jägerndorf geboren, durchlief er die höhere Schulbildung in Brünn. 1892 bis 1896 Studium der Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Carl von Hasenauer und dann bei Otto Wagner. Als einer seiner talentiertesten Schüler arbeitete der junge Architekt nach seinem Studium zeitweise in Wagners Atelier mit. Wie sein Lehrer befürwortete auch Bauer (zumindest anfänglich) das modernistische Prinzip der absoluten Zweckmäßigkeit in der Architektur. Bauers Hauptwerk ist das Gebäude der heutigen Nationalbank in Wien.

    Der vielseitig interessierte Leopold Bauer entwarf neben Architektur auch Möbel und kunstgewerbliche Gegenstände. Für Liebhaber von Jugendstilglas ist erwähnenswert, dass er über den Glasverleger Bakalowits den Glasfabrikanten Maximilian von Spaun, kennenlernte. Für den Inhaber der Glasmanufaktur Loetz entwarf er in Folge nicht nur die Villa in Klostermühle sondern lieferte auch zahlreiche Entwürfe für Glasobjekte. Die Zusammenarbeit Bauers mit Loetz war so erfolgreich, dass seine Kunstgläser auf der internationalen Ausstellung in Mailand 1906 mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurden.

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