Josef Hoffmann Sitzgarnitur ca. 1906

SKU 461 Tag

Sitzgarnitur Modell Nr.421, Josef Hoffmann, J.& J. Kohn, um 1906 inklusive Tisch

  • Höhe: 71cm
  • Länge: 53cm
  • Breite: 120cm

    Datierung: 1906 bis 1909
    Epoche: Jugendstil
    Zeitraum: 1900-1910 and 20. Jhd.
    Technik: Buche, gebogen, gebeizt und politiert, Messing, Lederbezug beechwood, bent, stained and polished, brass, leather upholstery
  • 27.000,00 inkl. MwSt.
    SKU 461 Tag
    Beschreibung

    Maße:
    Bank: Höhe Rückenlehne 71cm , Sitzhöhe 44 cm, Breite 120 cm, Tiefe 58 cm
    Armlehnsessel: Höhe Rückenlehne 71cm, Sitzhöhe 44 cm, Breite 56cm, Tiefe 56cm
    Tisch: Höhe 75 cm Durchmesser 60 cm

    Josef Hoffmann hat diese Sitzgarnitur im Jahr 1906 entworfen. Noch im selben Jahr geht sie bei der Firma Jacob & Josef Kohn mit der Modellnummer 421 in Produktion und erscheint zum ersten Mal abgebildet in der Januarausgabe 1907 des Katalogs der Möbelfirma. Das nüchtern-elegante Ensemble hat eine illustre Ausstellungsgeschichte. Hoffmann platzierte die Sitzbank mit Armsessel 1908 bei der Kunstschau in Wien als Wohnzimmereinrichtung des idealen Chalets. Internationale Beachtung fanden die Möbel auch auf der “International Exhibition” in Buenos Aires 1910.
    Ausgeführt wurde die Sitzgarnitur in gebogenem und gebeiztem Buchenholz, welches auf Hochglanz politiert wurde. Die hufeisenförmige Grundform und die massive Gestaltung der Rückenelemente verleihen den Stizmöbeln eine gewisse formale Note. Jedoch lockern seitliche Aussparungen und Rundungen an den Armlehnen diese Strenge auf und tragen zum harmonischen Gesamtbild des Ensembles bei.

    Künstler

    Josef Hoffmann (Pirnitz 1870– 1956 Wien), Mitbegründer der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte, war ein äußerst produktiver und vielfältiger Architekt und Entwerfer. Er hat im Laufe seiner Karriere mit diversen Formen, Techniken und Materialien experimentiert. Er erzielte in seinen Entwürfen eine starke Reduktion der Form auf das Essentielle und war Wegbereiter des geometrischen Jugendstiles. So entstand sein charakteristischer, geometrischer Stil. Der Umfang seiner Entwürfe geht von Gebäuden über gesamten Inneneinrichtungen, gemäß dem Konzept des Gesamtkunstwerks, bis hin zu kleinen Detailstücken des Alltags. Eines seiner wesentlichsten Werke ist das Palais Stoclet in Brüssel, ein Gesamtkunstwerk welches er unter anderem in Zusammenarbeit mit Gustav Klimt und Koloman Moser für einen wohlhabende Unternehmer zwischen 1905 und 1911 ausgeführte.

    Ausführung

    Die ursprünglich auf den Holzhandel spezialisierte mährische Firma Jacob & Josef Kohn erweiterte ab dem Jahr 1867 ihre Geschäftstätigkeit um die Produktion von Bugholzmöbeln. Bis zu dem Zeitpunkt hatte die Firma Gebrüder Thonet faktisch das Monopol für die Erzeugung von Bugholzmöbeln inne.

    Bei dieser damals neuen Technik wurde Buchenholz unter Einwirkung von Dampf in die gewünschte Form gebogen und ermöglichte damit die serielle Produktion von modernen Gebrauchsmöbeln.

    Mit der innovativen Idee, ihre Möbel von wichtigen Designern der Wiener Moderne entwerfen zu lassen, wurde J. & J. Kohn zu einem der stärksten Konkurrenten von Thonet. So beauftragte die Firma einige der angesagtesten Architekten der Zeit, wie z.B. Otto Wagner, Adolf Loos, Josef Hoffmann, Koloman Moser oder Gustav Siegel, mit dem Entwurf von Möbeln. Sie reüssierte damit mit ihren hochqualitativ ausgeführten Einrichtungsobjekten auf vielen Weltausstellungen (Weltausstellung in Wien 1873, Weltausstellung in Paris 1900, Internationale Ausstellung in Turin 1902, um nur einige zu nennen).

    Ästhetisch ganz am Puls der Zeit, wurden die modernen Möbel von J. & J. Kohn beim zahlungskräftigen Bürgertum in ganz Europa und Übersee salonfähig. Der große internationale Erfolg war auch dem dichten Vertriebsnetz der Firma zu verdanken, mit Niederlassungen in allen wichtigen europäischen Metropolen.

    Mit dem Firmenmotto „semper sursum“ (immer aufwärts) avancierte Jacob & Josef Kohn zu einem der erfolgreichsten Möbelproduzenten in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Sitzgarnituren, Vitrinen und typische Jugendstil-Wohnaccessoires (Satztische, Blumensäulen, Etagèren, etc.) aus der Zeit bis ca. 1914 mit dem originalen Klebeetikett oder Brandstempel „Jacob & Josef Kohn, Wien“ sind heute weltweit begehrte Sammlerobjekte.

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    Josef Hoffmann Sitzgarnitur ca. 1906
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