Keramikvase Michael Powolny 1916/17

SKU 427

Gartenvase mit geflügelten Putten, Michael Powolny, Wienerberger, Mod.Nr. 4121, Roter Scherben, blau und hellgrau glasiert, 1916/17

  • Höhe: 32cm
  • Länge: 32cm
  • Breite: 32cm
  • Datierung: 1916 bis 1917
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Roter Scherben, blau und hellgrau glasiert
    Expertise:

    Lit: Abgebildet in Elisabeth Frottier, „Michael Powolny. Keramik und Glas aus Wien“, Böhlau Verlag, Wien-Köln 1990, WV-Nr. 210, Wienerberger Model Nr. 4121.

    5.500,00 inkl. MwSt.
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    Beschreibung

    Michael Powolny (Judenburg 1871 – 1954 Wien) ist einer der bekanntesten Keramikkünstler des Wiener Jugendstils und prägte mit den kindlich-heiteren Puttifiguren aus seiner „Wiener Keramik“ die Ästhetik der dekorativen Kleinplastik seiner Zeit maßgeblich.
    Die perfekt erhaltene Gartenvase geht auf einen Entwurf Powolnys für die Firma Wienerberger aus dem Jahr 1916/17 zurück (Modellnummer 4121). Dieses massive und zugleich formschöne Objekt konnte in der Funktion als Pflanzenübertopf das bürgerliche Interieur zieren oder bot sich in Form einer „Balustervase“ als plastischer Schmuck für das Haus beziehungsweise den Garten an.
    Powolny schmückt seine stabile Vase mit seinen charakteristischen Puttifiguren, die sowohl durch ihr Relief als auch durch ihre elfenbeinweiße Glasur in starkem Kontrast zum blauen Hintergrund stehen.

    Künstler

    Michael Powolny (Judenburg 1871 – 1954 Wien) ist einer der bekanntesten Keramikkünstler des Wiener Jugendstils. Nach seiner Hafnerlehre studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule, wo er zeitweise auch lehrte. Bald schon gehörte er dem inneren Kreis der Wiener Secessionisten an und war an der Ausstattung bedeutender Gesamtkunstwerke im Sinne der Wiener Werkstätte beteiligt; so am legendären Kabarett Fledermaus in Wien oder am Brüsseler Palais Stoclet. 1905 gründete er zusammen mit Berthold Löffler die „Wiener Keramik“, deren Objekte von der Wiener Werkstätte vertrieben wurden. 1912 fusionierte die Wiener Keramik zur „Vereinigten Wiener und Gmundner Keramik“, die weiterhin Entwürfe von Powolny und Löffler ausführte. Viele großformatige Entwürfe Powolny‘s wurden ab ca. 1914 auch von der Firma Wienerberger produziert (Skulpturen, Kachelöfen, Bauplastiken).

    Im Kunstgewerbe des Jugendstils wird der Name Powolny insbesondere mit den secessionistischen Figurinen (Schöne Helena) und den beliebten Jahreszeiten-Putten assoziiert. Mit seinen kindlich-heiteren Putti prägte Powolny maßgeblich die Ästhetik der dekorativen Kleinplastik des Wiener Jugendstils. Powolny gestaltete aber auch große figurale Keramiken, wie für das Palais Stoclet oder das Dianabad. Als Designer entwarf Powolny zudem Glasobjekte, so z.B. für die Glasmanufaktur Johann Loetz Witwe oder die Wiener Traditionsfirma J. & L. Lobmeyr.

    Fantasievoll-dekorative Kleinplastiken Powolny`s sowie Glasobjekte befinden sich heute in Jugendstil-Sammlungen wichtiger Kunstgewerbemuseen, so z.B. im MAK in Wien.

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