Loetz Vase Josef Hoffmann Dekor Creta Glatt 1900

SKU 525

Vase mit Glasapplikationen, Entwurf Josef Hoffmann, Ausführung Johann Loetz-Witwe, Dekor Creta Glatt, für die Wiener Sezessions Ausstellung 1900, Auftraggeber E.Bakalowits Söhne, Wien, 1900

  • Höhe: 18.5cm
  • Breite: 12cm
  • Datierung: 1900 bis 1902
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Glas, formgeblasen und frei geformt, applizierte Tropfenauflagen zu Säulen verzogen, irisiert und reduziert

    Lit.: Abgebildet in E. Ploil, H. Ricke u.a. (Hg.), „Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940, Werkmonographie“, Band 1, Prestel Verlag, München 1989, S. 191;
    E. Ploil, H. Ricke u.a. (Hg.), „Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940“, Band 2, Musterschnitte, Prestel Verlag, München 1989, Musterschnitt 85/3804, S. 281;
    J. Mergl, E. Ploil, H. Ricke (Hg.), “Lötz. Böhmisches Glas 1880 bis 1940“, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit 2003, S. 140 (Originalfoto), S. 150;
    Zeitschrift “Die Kunst”, Bd. 4, 1901, Abb. S. 230

    8.500,00 inkl. MwSt.
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    Beschreibung

    Diese Vase Hoffmanns mit ihrer architektonischen Form wurde zum ersten Mal in der VIII. Wiener Sezessionsausstellung 1900 zusammen mit seinen „Vasen in Holzgestellen“ gezeigt.
    Drei aufgesetzte Stäbe verbinden den geometrisch aufgebauten Korpus mit der überkragenden, aufgetriebenen Lippe. Diese säulenartigen Elemente wurden während des Herstellungsprozesses appliziert. Josef Hoffmann wählte mit Creta Glatt schon damals einen reduzierten Dekor, um den Formentwurf ganz für sich sprechen zu lassen. Auch auf einem zeitgenössischen Foto in der Zeitschrift Die Kunst von 1901 kann man dies schön sehen. Neben den Loetz Gläsern Hoffmanns glänzten außerdem Vasen von Koloman Moser, Robert Holubetz und Karl Keller.
    Die Zusammenarbeit von Loetz mit dem Glasverleger E. Balakowits Söhne währte dreißig Jahre lang. Die kunstgeschichtlich bedeutendsten Kreationen stammen jedoch vorwiegend aus der Zeit von 1900 bis 1903

    Künstler

    Josef Hoffmann (Pirnitz 1870– 1956 Wien), Mitbegründer der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte, war ein äußerst produktiver und vielfältiger Architekt und Entwerfer. Er hat im Laufe seiner Karriere mit diversen Formen, Techniken und Materialien experimentiert. Er erzielte in seinen Entwürfen eine starke Reduktion der Form auf das Essentielle und war Wegbereiter des geometrischen Jugendstiles. So entstand sein charakteristischer, geometrischer Stil. Der Umfang seiner Entwürfe geht von Gebäuden über gesamten Inneneinrichtungen, gemäß dem Konzept des Gesamtkunstwerks, bis hin zu kleinen Detailstücken des Alltags. Eines seiner wesentlichsten Werke ist das Palais Stoclet in Brüssel, ein Gesamtkunstwerk welches er unter anderem in Zusammenarbeit mit Gustav Klimt und Koloman Moser für einen wohlhabende Unternehmer zwischen 1905 und 1911 ausgeführte.

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