Loetz Vase Schule Koloman Moser Dekor PG 358 um 1901

SKU 495

Vase mit Aufschmelzungen, Form Schule Kolo Moser, Dekor PG 358 Franz Hofstötter, Johann Loetz Witwe, um 1901

  • Höhe: 9cm
  • Länge: 12cm
  • Breite: 9cm
  • Datierung: 1900 bis 1901
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Glas mundgeblasen, reduziert und irisierend
    Expertise:

    Lit.: E. Ploil, H. Ricke u.a. (Hg.), „Loetz – Böhmisches Glas 1880-1940“, Band 2, Musterschnitte, Prestel Verlag, München 1989, Musterschnitt Nr. 85/3874, S. 287

    14.000,00 inkl. MwSt.
    SKU 495
    Beschreibung

    Der Formentwurf für diese Jugendstilvase kann wohl Robert Holubetz zugeschrieben werden. Er studierte 1898-1902 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Koloman Moser und war einer seiner talentiertesten Schüler. Der im Loetz-Archiv dokumentierte Musterschnitt zur Vase wurde nachweislich nur in fünf Dekorvarianten ausgeführt.
    Dieses Glas trägt den von Franz Hofstötter kreierten, erstmals auf der Weltausstellung Paris 1900 präsentierten „Weltausstellungsdekor“, PG 358, der durch eine stark naturalistische Oberflächengestaltung gekennzeichnet ist. Die dunkelbraune Zeichnung am Boden der Vase kann dabei als Symbol für die Erde verstanden werden, die versponnenen bläulichen Silberfäden in der Mitte werden als Atmosphäre oder Luft interpretiert und der orangefarbene Abschluss stellt die Sonne oder das Feuer dar, allesamt Elemente, die es bei der Erzeugung von irisierendem Glas geschickt zu kombinieren gilt.
    Hervorzuheben ist ein augenfällig schönes Detail im mittleren Teil, wo durch die nur teils aufgesponnenen Silberfäden der bernsteinfarbene Untergrund hindurchschimmern kann und so das Element der Atmosphäre ätherisch versinnbildlicht.
    Vier Aufschmelzungen an den Vasenrippen unterstreichen die elegante Linienführung des Gefäßes, welches in seiner Form einem geöffneten Blütenkelch nachempfunden ist und so die florale Idee des Jugendstils sehr schön verkörpert.

    Künstler

    Franz Hofstötter (München 1871 – 1958 Bachern) war ein deutscher Maler, Bildhauer, Architekt, Glasmaler und Kunstgewerbler. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule München, studierte er 1890-93 an der Akademie München, unter anderem bei Gabriel von Hackl und Wilhelm von Ruemann. In den Jahren 1894 bis zum Ersten Weltkrieg machte sich Hofstötter einen Namen mit Entwürfen für Kirchenfenster und gesamte Kirchenausstattungen.

    Seinen künstlerischen Stellenwert sicherten ihm wohl die Entwürfe für die Glasmanufaktur Johann Loetz-Witwe (Klostermühle). Max Ritter von Spaun, Inhaber der Glashütte, hatte den jungen Künstler beauftragt, die Kunstglas-Kollektion für die Weltausstellung 1900 in Paris zu entwerfen. Hofstötters gänzlich neue Vasenformen zusammen mit zeitgenössisch-modernen vegetabilen oder naturalistisch-reduzierten Dekoren trugen wesentlich zum durchschlagenden Erfolg des Glaserzeugers Loetz auf dieser wichtigen internationalen Leistungsschau bei. Franz Hofstötter schuf in Folge noch bis ca. 1911 Glas-Entwürfe für Loetz. Nach seinem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg führte eine persönliche Krise zur weitgehenden Aufgabe seines künstlerischen Schaffens.

    Hofstötters Name ist allen Loetz-Sammlern ein Begriff und seine für die Weltausstellung 1900 kreierten Ziergläser finden sich weltweit in Sammlungen aller wichtigen Jugendstil-Museen.

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