Ludwig H. Jungnickel "Tiger"

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Ludwig Heinrich Jungnickel (1881 Wunsiedel-1965 Wien), “Tiger”, signiert, Bleistift, Kohlestift, Aquarell, um 1930

  • Höhe: 33cm
  • Breite: 42cm

    Datierung: 1930 bis 1933
    Epoche: Klassische Moderne
    Zeitraum: 1920-1940 and 20. Jhd.
    Technik: Bleistift Kohlestift und Aquarell auf Papier
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    Beschreibung

    Ludwig Heinrich Jungnickel gehörte zu den berühmtesten Mitarbeitern der Wiener Werkstätte. Seine bekannteste Arbeit stellten die Friese im Kinderzimmer des berühmten Palais Stoclet in Brüssel dar. Für seine Holzschnittkünste wurde Jungnickel des Weiteren bei mehreren Gelegenheiten ausgezeichnet: Grafikerpreis bei der Internationalen Kunstausstellung in Rom 1911, Goldmedaille in Amsterdam 1911, Staatsmedaille der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Grafik in Leipzig 1914, Österreichischer Staatspreis für bildende Kunst und die Goldene Ehrenmedaille der Genossenschaft der bildenden Künstler Wien 1930.
    Mehre Ausstellungen wurden ihm von der Graphischen Sammlung der Albertina in Wien gewidmet, sowie von dem Landesmuseum Joanneum in Graz.

    Künstler

    Der deutsch-österreichische Maler Ludwig Heinrich Jungnickel (Wunsiedel 1881 – 1965 Wien) brillierte bereits als Jugendlicher mit seinem außergewöhnlichen Talent und schlug anfänglich die Laufbahn eines Kirchenmalers ein. Bald verließ er aber das Kärntner Kloster, wo er seine Lehre begonnen hatte, und setzte seine Ausbildung an den Münchener und Wiener Kunstakademien fort. Später arbeitete er für die Wiener Werkstätte, für die er mehrere Designs für unterschiedliche Gegenstände lieferte, vornehmlich für Stoffe, Teppiche und Tapeten. Einer seiner bedeutendsten Aufträge war die Mitarbeit an der Ausgestaltung des berühmten Palais Stoclet in Brüssel. An diesem ikonischen Bauwerk arbeiteten die wichtigsten österreichischen Künstler ihrer Zeit, darunter Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Michael Powolny. Ludwig Heinrich Jungnickel entwarf für das Palais einen umlaufenden Wandfries für das Kinderzimmer. Sein künstlerischer Durchbruch gelang Jungnickel mit sogenannten Schablonenspritztechniken. Bei der internationalen Kunstausstellungen in Amsterdam und Rom im Jahr 1911 wurde er erstmal ausgezeichnet. Ab 1924 war Jungnickel ebenfalls Mitglied des Künstlerhauses. Jungnickel ist heute vor allem für sein grafisches Werk und für seine Landschafts- und Tierdarstellungen bekannt. Wie kein zweiter Maler des Jugendstils gelang es ihm die Seele und den Charakter der von ihm abgebildeten Tiere einzufangen und an den Betrachter zu vermitteln.

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