Ludwig H. Jungnickel "Waldwiese" um 1903

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Ludwig Heinrich Jungnickel (Wunsiedel, Deutschland 1881 – 1965 Wien), “Waldwiese”, um 1903, signiert

  • Höhe: 30cm
  • Breite: 57cm
  • Datierung: 1903 bis 1905
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Schablonenspritztechnik auf Papier
    Expertise:

    rechts unten signiert “JUNG NICKEL”
    Lit.: vgl. Ilse Spielvogel-Bodo, „Ludwig Heinrich Jungnickel. Ein Leben für die Kunst“, Johannes Heyn Verlag, Klagenfurt 2000, S. 98 ff.

    26.000,00 inkl. MwSt.
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    Beschreibung

    Diese Schablonenspritztechnik entstand 1903 in der Blütezeit des Wiener Jugendstils. Wir sehen eine mit Schafgarben übersäte Blumenwiese im Licht- und Schattenspiel eines Sommertages unter dem Laub alter Obstbäume. In einer ruhigen, vorwiegend in Grünschattierungen gehaltenen Farbstimmung verzaubert uns die fast romantisch anmutende Szene mit der Stille einer arkadischen Idylle. Eindrucksvoll gelingt es dem Künstler im damals modernen und zeittypischen dekorativen Flächenstil die doch vorhandene Tiefe des Raumes darzustellen. Der Betrachter wird geradezu eingeladen, durch ein Hineinwandern in die Szene die Geheimnisse der Magie dieses Ortes zu erforschen.
    Jedes Blatt in dieser Technik ist ein Unikat, obwohl es sich um eine Art reproduzierender Kunst handelt, wurde es nicht gedruckt. Vielmehr wurde von JUNGNICKEL beim jeweiligen Motiv, mittels handgefertigter Papierschablonen (für jede Farbe) über und durch ein darüber gehaltenes Sieb mit einer Bürste auf das Papier aufgespritzt bzw. -gesprüht. Je nach Abstand oder Farbkonsistenz konnten so verschiedenste Effekte erzielt werden. Obwohl die grafischen Grundstrukturen identisch sind, verändern sich die Farbstimmungen je nach Intensität oder Körnung etc. beim Herstellungsprozeß – jedes Blatt ist daher, eben da der Künstler variieren und experimentieren konnte, somit einzigartig. Die „Auflagen“ waren äußerst klein, ca. zehn Stück je Motiv. Der handwerkliche Aufwand und der Verschleiß der Schablonen war sehr groß.
    Nachdem JUNGNICKEL 1906 erstmals in der 27. Ausstellung der Wiener Secession Schablonenspritztechniken ausgestellt hatte, verhalf ihm das zu internationaler Anerkennung. Die Erfindung dieser Technik wird ihm zugeschrieben, die damalige europäische Kunstwelt – und das belegen zahlreiche zeitgenössische Kritiken – war begeistert.
    -Peter Weber, Nachlassverwalter Jungnickel

    Künstler

    Der deutsch-österreichische Maler Ludwig Heinrich Jungnickel (Wunsiedel 1881 – 1965 Wien) brillierte bereits als Jugendlicher mit seinem außergewöhnlichen Talent und schlug anfänglich die Laufbahn eines Kirchenmalers ein. Bald verließ er aber das Kärntner Kloster, wo er seine Lehre begonnen hatte, und setzte seine Ausbildung an den Münchener und Wiener Kunstakademien fort. Später arbeitete er für die Wiener Werkstätte, für die er mehrere Designs für unterschiedliche Gegenstände lieferte, vornehmlich für Stoffe, Teppiche und Tapeten. Einer seiner bedeutendsten Aufträge war die Mitarbeit an der Ausgestaltung des berühmten Palais Stoclet in Brüssel. An diesem ikonischen Bauwerk arbeiteten die wichtigsten österreichischen Künstler ihrer Zeit, darunter Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Michael Powolny. Ludwig Heinrich Jungnickel entwarf für das Palais einen umlaufenden Wandfries für das Kinderzimmer. Sein künstlerischer Durchbruch gelang Jungnickel mit sogenannten Schablonenspritztechniken. Bei der internationalen Kunstausstellungen in Amsterdam und Rom im Jahr 1911 wurde er erstmal ausgezeichnet. Ab 1924 war Jungnickel ebenfalls Mitglied des Künstlerhauses. Jungnickel ist heute vor allem für sein grafisches Werk und für seine Landschafts- und Tierdarstellungen bekannt. Wie kein zweiter Maler des Jugendstils gelang es ihm die Seele und den Charakter der von ihm abgebildeten Tiere einzufangen und an den Betrachter zu vermitteln.

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