Schale Amphora-Werke um 1902

SKU 556

Symbolistische Schale aus der Nornen-Serie, Eduard Stellmacher, Amphora-Werke Riessner Stellmacher & Kessel Turn-Teplitz, um 1902, Elfenbeinporzellan, markiert

  • Höhe: 10cm
  • Breite: 22cm
  • Datierung: 1900 bis 1904
    Epoche: Art Nouveau and Jugendstil
    Technik: Elfenbeinporzellan, Keramik, farbig glasiert, Emailmalerei, Goldmalerei

    Am Boden erhabene “AMPHORA”-Marke, Pressmarken “3750” (Modellnummer), “42” (Modellierer), “G” und händisch “326”;
    Lit.: Beispiele für diese Serie in Richard L. Scott (Hg.), “Ceramics from the House of Amphora 1890-1915”, Sidney/Ohio 2004, S. 48-49

    3.300,00 inkl. MwSt.
    SKU 556
    Beschreibung

    Diese Schale ist ein schönes Beispiel für symbolistisches Kunsthandwerk des Jugendstils. Geisterhafte junge Frauen wirbeln wie in einem Sog verfangen am Rand des Gefäßes herum und tauchen teils reliefartig, teils vollplastisch aus der vermeintlichen Wasseroberfläche empor. Ihre Gesichter sind zum Teil unkenntlich verschwommen, ihre Augen gespenstisch hohl und damit so unergründlich wie das menschliche Schicksal.
    Besonders stimmig vermag die grünblaue Glasur mit delikaten Goldakzenten die Wasserwelt einzufangen und trägt zur gelungenen Umsetzung des Motivs des unentrinnbaren Schicksals bei.

    Ausführung

    Die „Amphora-Werke k.k. priv. Keramische Werke Rießner, Stellmacher & Kessel“ wurde 1892 von Hans und Carl Rießner, Eduard Stellmacher und Rudolf Kessel in Turn-Teplitz gegründet. Das Österreich-Ungarische Unternehmen stellte hochqualitatives Kunsthandwerk aus Keramik her und zählt zu den bekanntesten Manufakturen des Jugendstils. Bald nach seiner Gründung beschäftigte das Unternehmen 300 Personen und exportierte seine gefragten Erzeugnisse in die ganze Welt. Neben eher kommerziellen Produkten wurden für Weltausstellungen und andere internationale Kunstmessen aufwändigere Objekte geschaffen. Zu diesen teils monumentalen Ausstellungstücken zählen Vasen mit grotesken Tierwesen wie Drachen und Seeungeheuer, inspiriert von japanischen Holzschnitten, sowie Gefäßen mit Maiden und zarten Frauengestalten in allegorischen Ausführungen. Der hohe Qualitätsanspruch der Gründungsmitglieder brachte das sogenannte „Elfenbein-Porzellan“ hervor, eine glasierte dünnwandige Art der Keramik, welche oft mit Gold, Kaltemailmalerei und Schmucksteinen aufgewertet wurde. Schon damals gewann die Firma mit dieser Technik und der aufwändigen Oberflächengestaltung hohe Auszeichnungen, unter anderem vier „Grand Prix“ auf verschiedenen Weltausstellungen. Heute sind außergewöhnliche Exemplare in den berühmten Jugendstil Museen wie dem Badisches Landesmuseum, Karlsruhe und dem Bröhan-Museum, Berlin vertreten.

    Anfrage
    Schale Amphora-Werke um 1902
    3.300,00

    Mit dem Versenden des Anfrageformulars akzeptieren Sie die Verwendung Ihrer Daten für diese Anfrage. Datenschutzrichtlinien

    Stammgalerie
    Plankengasse 7,
    1010 Wien
    Öffnungszeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Kontakt

    Telefon: +43 1 513 32 69
    Fax: +43 1 512 70 67
    E-Mail: info@kunsthammer.at

    K&L Showroom
    Dorotheergasse 13,
    1010 Wien
    Öffnungszeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 11:00 – 16:00

    Kontakt

    Telefon: +43 660 50 54 906
    Fax: +43 1 512 70 67
    E-Mail: info@kunsthammer.at

    Danke für Ihre Anfrage!

    Wir bearbeiten Ihr Anliegen
    so schnell es uns möglich ist.

    Aktuelle Zeit vor Ort:
    Mittwoch, 13:12 Uhr
    Bürozeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Besuchen Sie auch unsere Austellungen

    Social Media

    Danke für die Anmeldung bei unserem Newsletter!

    Social Media

    Immer aktuell mit dem
    Kunsthammer Newsletter

    Unsere nächsten Termine

    Social Media