Sergius Pauser Mädchenbildnis "Ingrid"

SKU 463

Sergius Pauser (Wien 1896 – 1970 Klosterneuburg), “Mädchenbildnis, Ingrid”, Öl auf Leinwand, signiert, ca. 1942, 60 x 73 cm, gerahmt

  • Höhe: 60cm
  • Breite: 73cm

    Datierung: 1941 bis 1944
    Epoche: Klassische Moderne
    Zeitraum: 1940-1960 and 20. Jhd.
    Technik: Öl auf Leinwand, gerahmt
  • 19.000,00 inkl. MwSt.
    SKU 463
    Beschreibung

    Sergius Pauser wurde 1896 in Wien geboren. Bereits mit 17 Jahren entstehen auf einer Reise in Rom erste Aquarelle. Nach dem ersten Weltkrieg studiert Pauser an der Münchner Akademie und setzt 1926 und 1927 sein Studium in Wien unter Karl Sterrer fort. Im selben Jahr 1927 wird Pauser ebenfalls Mitglied der Wiener Secession. Bereits zu dieser Zeit war er vor allem für seine Portraits, seine Stillleben im Stil der Neuen Sachlichkeit und Landschaften bekannt. Im Jahr 1928 erhielt Pauser den prestiegeträchtigen „Georg Schicht Preis“ für ein Frauenportrait, seine erste öffentliche Auszeichnung. 1929 übersiedelt er in das ehemalige Atelier von Albert Paris-Güterloh und präsentiert dort gemeinsam mit Josef Dobrowsky, Ernst Huber und Franz von Zülow seine erste Ausstellung in Wien. In Folge erhält er den „Ehrenpreis der Stadt Wien“ sowie 1932 den „Österreichischen Staatspreis“. In den Vorkriegsjahren stellt sich eine internationale Bekanntheit Pausers ein, die bis in die USA reichen sollte. 1934 und 1936 war Pauser bei der Biennale in Venedig vertreten. Im Jahr 1939 reißt Adolf Hitler persönlich drei Bilder von Sergius Pauser, neben Werken von Kolig, Andersen und Dobrowsky, bei einer Ausstellung im „Haus der deutschen Kunst“ in München von den Wänden und bezeichnet diese wutentbrannt als „entartet“. Pauser kann zwar weiterhin arbeiten, erhält einen Förderpreis und leitet bis 1943 die Meisterklasse für Bildnismalerei an der Akademie in Wien. Er wird aber 1944 aufgrund seiner „politisch unzuverlässigen“ Haltung in ein Schanz-Lager bei Bad Radkersburg gebracht. 1946 wird Pauser rehabilitiert und zum ordentlichen Professor an der Akademie in Wien ernannt. 1955 wird er mit der Anfertigung eines großen Gemäldes zur Staatsvertragsunterzeichnung beauftragt. Bis 1970 erhält Sergius Pauser weitere Auszeichnungen und stirbt schließlich in Klosterneuburg. Zu den wichtigsten Ausstellungen gehört jene der Galerie der Wiener Secession im Jahr 1949, eine große Retrospektive mit über 150 Exponaten im Frauenbad in Baden bei Wien im Jahr 1986 sowie 1996 in der Österreichischen Galerie im Belvedere in Wien. Pauser zählt damit zu den bedeutendsten österreichischen Malern der Zwischen- und Nachkriegszeit.
    Das Mädchenbildnis von Sergius Pauser ist ein sehr nahbares Portät einer jungen Frau. Ingrid, so der Name der Abgebildeten, sitzt – ihren rechten Arm auf Kissen gestützt – zurückgelehnt auf einer Bank und blickt den Betrachter unmittelbar an. Ihre Arme verschränkt, ist sie dem imaginären Gegenüber aufmerksam zugewandt, fast so, als würde sie im Gespräch gerade auf eine Antwort warten.
    Der diffuse Hintergrund in pastelligen Farbtönen lässt eine genaue Verortung nicht zu, vielmehr unterstreicht er das Ausschnitthafte der Momentaufnahme. Lediglich die Konturen der Rückenlehne strukturieren die Komposition und umrahmen gewissermaßen das eigentliche Bildmotiv. Pauser fokussiert damit den Blick auf das schöne Gesicht der jungen Frau, die uns entspannt und zugleich mit selbstsicher wachem Blick begegnet. Bei der jungen Dame handelt es sich wohl um Ingrid Sykora, eine Freundin des Innsbrucker Malers und Schüler Pausers, Ludwig Neuhauser. Pauser schafft mit dem Bildnis nicht bloß ihr Konterfei. Vielmehr bannt er ihr eigentliches Wesen auf Leinwand und es gelingt ihm damit eine wunderbar lebendige Charakterstudie.
    Farbpalette und Stilistik dieses Portäts sind typisch für die großen Künstler dieser Zeit, wie Josef Dobrowsky, Josef Floch und Anton Kolig.

    Künstler

    Sergius Pauser (Wien 1896 – 1970 Klosterneuburg) wurde 1896 in Wien geboren. Bereits mit 17 Jahren entstehen auf einer Reise in Rom erste Aquarelle. Nach dem Ersten Weltkrieg studiert Pauser an der Münchner Akademie und setzt 1926 und 1927 sein Studium in Wien unter Karl Sterrer fort. Im selben Jahr 1927 wird Pauser ebenfalls Mitglied der Wiener Secession. Bereits zu dieser Zeit war er vor allem für seine Portraits, seine Stillleben im Stil der Neuen Sachlichkeit und Landschaften bekannt. Im Jahr 1928 erhielt Pauser den prestigeträchtigen „Georg Schicht Preis“ für ein Frauenportrait, seine erste öffentliche Auszeichnung.

    1929 übersiedelt er in das ehemalige Atelier von Albert Paris-Güterloh und präsentiert dort gemeinsam mit Josef Dobrowsky, Ernst Huber und Franz von Zülow seine erste Ausstellung in Wien. In Folge erhält er den „Ehrenpreis der Stadt Wien“ sowie 1932 den „Österreichischen Staatspreis“. In den Vorkriegsjahren stellt sich eine internationale Bekanntheit Pausers ein, die bis in die USA reichen sollte. 1934 und 1936 war Pauser bei der Biennale in Venedig vertreten.

    Im Jahr 1939 reißt Adolf Hitler persönlich drei Bilder von Sergius Pauser, neben Werken von Kolig, Andersen und Dobrowsky, bei einer Ausstellung im „Haus der deutschen Kunst“ in München von den Wänden und bezeichnet diese wutentbrannt als „entartet“. Pauser kann zwar weiterhin arbeiten und leitet bis 1943 die Meisterklasse für Bildnismalerei an der Akademie in Wien. Er wird aber 1944 aufgrund seiner „politisch unzuverlässigen“ Haltung in ein Schanz-Lager bei Bad Radkersburg gebracht.

    1946 wird Pauser rehabilitiert und zum ordentlichen Professor an der Akademie in Wien ernannt. 1955 wird er mit der Anfertigung eines großen Gemäldes zur Staatsvertragsunterzeichnung beauftragt. Bis 1970 erhält Sergius Pauser weitere Auszeichnungen und stirbt schließlich in Klosterneuburg.

    Anfrage
    Sergius Pauser Mädchenbildnis "Ingrid"
    19.000,00

    Mit dem Versenden des Anfrageformulars akzeptieren Sie die Verwendung Ihrer Daten für diese Anfrage. Datenschutzrichtlinien

    Stammgalerie
    Plankengasse 7,
    1010 Wien
    Öffnungszeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Kontakt

    Telefon: +43 1 513 32 69
    Fax: +43 1 512 70 67
    E-Mail: info@kunsthammer.at

    K&L Showroom
    Dorotheergasse 13,
    1010 Wien
    Öffnungszeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 11:00 – 16:00

    Kontakt

    Telefon: +43 660 50 54 906
    Fax: +43 1 512 70 67
    E-Mail: info@kunsthammer.at

    Danke für Ihre Anfrage!

    Wir bearbeiten Ihr Anliegen
    so schnell es uns möglich ist.

    Aktuelle Zeit vor Ort:
    Freitag, 01:39 Uhr
    Bürozeiten

    Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00
    Samstag: 10:00 – 16:00

    Besuchen Sie auch unsere Austellungen

    Social Media

    Danke für die Anmeldung bei unserem Newsletter!

    Social Media

    Immer aktuell mit dem
    Kunsthammer Newsletter

    Unsere nächsten Termine

    Social Media