Sitzgarnitur Otto Wagner J. & J. Kohn um 1902

SKU 561

Sitzgarnitur, Entwurf Otto Wagner, Ausführung J. & J. Kohn, bestehend aus 2 Fauteils einer Bank und einem Tisch Modell 412, um 1902

  • Höhe: 80cm
  • Länge: 57cm
  • Breite: 118cm
  • Datierung: 1902 bis 1905
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Buche gebogen, gebeizt, politiert, Messing, Bezug Entwurf Koloman Moser "Ver Sacrum"

    Lit.: Giovanni Renzi, „Il mobile moderno“, Silvana Editoriale Spa, Milano, 2008. S.48-49
    Eva B. Ottillinger (Hg.), „Wagner, Hoffmann, Loos und das Möbeldesign der Wiener Moderne“, Ausstellungskatalog Hofmobiliendepot Wien, Böhlau Verlag, Wien, 2018, S.34 ff.

    12.500,00 inkl. MwSt.
    SKU 561
    Beschreibung

    Otto Wagner war einer der wegweisenden Architekten der Wiener Moderne oder, wie es Berta Zuckerkandl in ihren Erinnerungen über den großen Städtebauer 1896 formulierte: „Otto Wagner verkündet den Baustil des 20. Jahrhunderts“. Zu seinen Hauptwerken zählen das Postsparkassengebäude, die Kirche am Steinhof und die drei Wienzeilenhäuser.
    Als Vorreiter griff Otto Wagner die damals noch neue Technik des Bugholzes für seine Möbelentwürfe auf. Der Entwurf unserer Sitzgarnitur stammt aus dem Jahr 1901 und wurde ab dem Jahr 1902 von der Firma J. & J. Kohn produziert. Besonders schön kommt der Einsatz der Bugholztechnik bei der Gestaltung der Armlehnen zur Geltung. Die seitlich sichtbaren Nieten verleihen den Möbeln nicht nur Stabilität, sondern bilden als Ziernieten auch ein dekoratives Stilelement. Stimmig ist auch die Bespannung der Sitzmöbel mit einem Stoff der Firma Backhausen. Dieser wurde nach dem originalen Stoffdesign „Ver Sacrum“ von Koloman Moser erzeugt.

    Künstler

    Otto Wagner (Wien 1841 – 1918 Wien) war einer der wegweisenden Architekten der Wiener Moderne und leitete in Österreich die Abkehr vom überladenen historistischen Stil ab. Innovativ setzte er in Architektur und Design sein Postulat um, dass die Form der Funktion folgen müsse und setzte in seinen Projekten konsequent neue Materialien ein, wie z.B. Aluminium oder Bugholz.

    Zu seinen Hauptwerken zählen das Postsparkassengebäude in Wien, die Kirche am Steinhof und die drei Wienzeilenhäuser. Mit seinem Projekt der Stadtbahn in Wien setzte er zudem städtebauliche Maßstäbe.

    Als bereits arrivierter Architekt unterrichtete er 1894 – 1915 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und übte damit großen Einfluss auf die Nachfolgegenerationen der Wiener Architekten aus.

    In den Jahren 1899 – 1905 war er zudem Mitglied der Wiener Secession und wurde ein wichtiger Mentor namhafter Schüler und Mitarbeiter, darunter Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann oder Gustav Siegel.

    Mit seinen Gebäuden verkündete er den Baustil des 20. Jahrhunderts, wie Berta Zuckerkandl es formulierte, und schaffte in seinem Möbel-Design ikonische Klassiker, deren Ästhetik teils weit ihrer Zeit voraus war.

    Ausführung

    Die ursprünglich auf den Holzhandel spezialisierte mährische Firma Jacob & Josef Kohn erweiterte ab dem Jahr 1867 ihre Geschäftstätigkeit um die Produktion von Bugholzmöbeln. Bis zu dem Zeitpunkt hatte die Firma Gebrüder Thonet faktisch das Monopol für die Erzeugung von Bugholzmöbeln inne.

    Bei dieser damals neuen Technik wurde Buchenholz unter Einwirkung von Dampf in die gewünschte Form gebogen und ermöglichte damit die serielle Produktion von modernen Gebrauchsmöbeln.

    Mit der innovativen Idee, ihre Möbel von wichtigen Designern der Wiener Moderne entwerfen zu lassen, wurde J. & J. Kohn zu einem der stärksten Konkurrenten von Thonet. So beauftragte die Firma einige der angesagtesten Architekten der Zeit, wie z.B. Otto Wagner, Adolf Loos, Josef Hoffmann, Koloman Moser oder Gustav Siegel, mit dem Entwurf von Möbeln. Sie reüssierte damit mit ihren hochqualitativ ausgeführten Einrichtungsobjekten auf vielen Weltausstellungen (Weltausstellung in Wien 1873, Weltausstellung in Paris 1900, Internationale Ausstellung in Turin 1902, um nur einige zu nennen).

    Ästhetisch ganz am Puls der Zeit, wurden die modernen Möbel von J. & J. Kohn beim zahlungskräftigen Bürgertum in ganz Europa und Übersee salonfähig. Der große internationale Erfolg war auch dem dichten Vertriebsnetz der Firma zu verdanken, mit Niederlassungen in allen wichtigen europäischen Metropolen.

    Mit dem Firmenmotto „semper sursum“ (immer aufwärts) avancierte Jacob & Josef Kohn zu einem der erfolgreichsten Möbelproduzenten in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Sitzgarnituren, Vitrinen und typische Jugendstil-Wohnaccessoires (Satztische, Blumensäulen, Etagèren, etc.) aus der Zeit bis ca. 1914 mit dem originalen Klebeetikett oder Brandstempel „Jacob & Josef Kohn, Wien“ sind heute weltweit begehrte Sammlerobjekte.

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